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Kooperationstagung 2026

2. Kooperationstagung - 18. Juni 2026 - Universität Zürich

Programm

Tragfähige Brücken im Strom – Psychische Grundbedürfnisse im Fokus der kinder- und jugendpsychologischen Arbeit

  • Ab 13:15 Uhr: Eintreffen
  • 13:45 Uhr: Begrüssung und Einleitung 
  • 14:00 Uhr: Keynote von Prof. Dr. Michael Borg-Laufs 
  • 15:00 Uhr: Pause 
  • 15:30 – 16:15 Uhr: Parallelworkshops A 
  • 16.30 – 17.15 Uhr: Parallelworkshops B
  • 17:15 Uhr: Abschluss im Plenum
  • 17:30 Uhr: Apéro 

Keynote

Psychische Grundbedürfnisse als Weg und Ziel der Kinder- und Jugendpsychologie

Die psychischen Grundbedürfnisse nach Bindung, Selbstwerterhöhung, Orientierung/Kontrolle sowie Lustgewinn/Unlustvermeidung steuern die Motive für die Handlungen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Nur wenn diese Grundbedürfnisse als befriedigt erlebt werden, können Menschen ein „glückliches Leben“ führen. Insofern muss die Befriedigung dieser Grundbedürfnisse auch immer im Fokus psychosozialer Hilfen auch für Kinder und Jugendliche stehen. Gleichzeitig ist die Nicht-Befriedigung oder Verletzung dieser Grundbedürfnisse oft auch der Hintergrund des Symptomverhaltens der Betroffenen, weswegen ihrer Befriedigung auch Motor für Veränderung sein kann. Im Vortrag werden die Grundbedürfnisse mit ihren Befriedigungsbedingungen aus der Perspektive von Kindern und Jugendlichen vorgestellt und Ansatzpunkte für grundbedürfnisorientierte Psychotherapie geschildert. 

Prof. Dr. Michael Borg-Laufs hat die Professur für «Psychosoziale Arbeit mit Kindern» am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach inne. Er ist Diplom-Psychologe sowie Kinder- und Jugendpsychotherapeut und Psychologischer Psychotherapeut. Darüber hinaus ist er als Dozent, Supervisor, Selbsterfahrungsanleiter und Prüfer an mehreren staatlich anerkannten Ausbildungsinstituten für Psychotherapeut:innen tätig.

Parallelworkshops

A1 / B1

«Ich verstehe, was du brauchst» Kinder und Jugendliche in ihren Grundbedürfnissen stärken
Im Workshop werden Ansatzpunkte für die grundbedürfnisorientierte Behandlung von Kindern und Jugendlichen und für die grundbedürfnisorientierte Beratung von Eltern praxisnah vertieft.

Prof. Dr. Michael Borg-Laufs

A2 / B2

Verbundenheit stärken, Gemeinschaft leben Wie das Miteinander in der Schule gelingt
Kinder und Jugendliche wachsen in einer Zeit auf, die von raschem Wandel, Unsicherheit und hohen Anforderungen geprägt ist. Damit sie sich gesund entwickeln und psychische Widerstandskraft aufbauen können, brauchen sie tragfähige Brücken – stabile Beziehungen, sichere Räume und verlässliche Bezugspunkte. Der Workshop widmet sich der Frage, wie Fachkräfte in der Kinder- und Jugendpsychologie solche Brücken gestalten können, wenn Strömungen wie Leistungsdruck, familiäre Belastungen oder gesellschaftliche Umbrüche an Kindern und Jugendlichen zerren.Im Zentrum des Workshops steht das Verständnis psychischer Grundbedürfnisse – nach Bindung, Autonomie, Selbstwert und Orientierung, die als Fundament seelischer Stabilität dienen. Anhand kurzer theoretischer Impulse, praxisnaher Fallbeispiele und interaktiver Übungen werden Möglichkeiten erarbeitet, wie diese Bedürfnisse im schulpsychologischen und pädagogischen Kontext erkannt, geschützt und gestärkt werden können. Ziel ist es, neue Perspektiven für eine beziehungsorientierte, ressourcenstärkende und nachhaltige psychologische Arbeit zu eröffnen.

PD Dr. Margarete Bolten leitet die Kinderpsychosomatik sowie den Konsiliar- und Liaisonpsychiatrischen Dienst (K+L) am Kinderspital Zentralschweiz (KidZ). Sie verfügt über eine Weiterbildung in kognitiver Verhaltenstherapie und systemischer Therapie mit besonderen Schwerpunkten in den Bereichen Schwangerschaft, Übergang zur Elternschaft sowie Arbeit mit Säuglingen, Klein- und Vorschulkindern. Darüber hinaus besitzt sie eine Zusatzqualifikation in kognitiv-behavioraler Paartherapie und Paartherapie mit sexualtherapeutischem Schwerpunkt. Neben ihrer klinischen Tätigkeit ist sie wissenschaftlich aktiv, publiziert regelmäßig und engagiert sich seit vielen Jahren in der Ausbildung zu ihren Schwerpunktthemen.

A3 / B3

Lust und Frust regulieren lernen Wie man dem Grundbedürfnis nach Orientierung und Kontrolle in der Erziehung Raum geben kann
Kinder und Jugendliche, aber auch Eltern und Lehrpersonen, stehen heute vor zahlreichen Herausforderungen – in einer Welt, die gleichzeitig viele Freiheiten bietet, aber auch hohe Anforderungen stellt. In diesem Spannungsfeld zwischen Autonomie und Anpassung wird das Grundbedürfnis nach Orientierung und Kontrolle oft unterschätzt. Dabei ist es zentral für eine gesunde emotionale und soziale Entwicklung.Der Workshop beleuchtet, wie Eltern, Lehrpersonen und Fachpersonen Kinder und Jugendliche darin unterstützen können, mit Erwartungen, Anforderungen, Frust und Enttäuschungen konstruktiv umzugehen – ohne dabei ihre Bedürfnisse zu übergehen. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Setzen von sinnvollen Grenzen, dem Sinn und Zweck von Regeln sowie dem Aufbau von verlässlichen Strukturen im familiären und schulischen Alltag.

Dr. phil. Annette Cina ist eidgenössisch anerkannte Psychotherapeutin, Fachpsychologin für Psychotherapie FSP sowie Verhaltenstherapeutin und Supervisorin SGVT. Sie arbeitet als Oberassistentin und Lehrbeauftragte am Institut für Familienforschung und -beratung der Universität Fribourg und führt zudem eine eigene Praxis als Psychotherapeutin und Supervisorin. In ihrer Tätigkeit verbindet sie wissenschaftliche Expertise mit langjähriger Praxiserfahrung in der Arbeit mit Familien, Kindern und Jugendlichen.

A4 / B4

Bilder in der Beratung als Brücken nützen Wie man Grundbedürfnisse visualisieren und diese in der Beratung von Schulen und Familien nutzen kann
In diesem Workshop nimmst du den Stift in die Hand. Du lernst mit einfachen Grundformen Symbole und Menschen zu visualisieren. Daraus abgeleitet visualisieren wir die Psychischen Grundbedürfnisse und erarbeiten verschiedene Einsatzszenarien für die Beratung. Für den Workshop musst du nicht zeichnen können – es reicht, wenn du Striche, Bögen und Kreise auf ein Papier setzen kannst.

Mägi Brändle ist ausgebildete Primarlehrerin und Übersetzerin, hat in einem Wissenschaftsverlag und mehr als zehn Jahre als Dozentin für Sprache und Kommunikation an der Berner Fachhochschule gearbeitet. Seit sie entdeckt hat, welche Kommunikationswucht Visualisierungen entwickeln können, gibt sie dieses vielseitig einsetzbare Tool mit viel Freude und Überzeugung mit ihrem Unternehmen visualisierbar.ch weiter.

Anmeldung und weitere Infos

Anmeldung

Anmeldung bis 17.5.2026 mit untenstehendem Anmeldeformular. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Die Einteilungswünsche für die Parallelworkshops werden nach Möglichkeit berücksichtigt.

Die Anmeldungen gelten als definitiv, eine Versicherung gegen den Krankheitsfall ist Sache der Teilnehmenden. Die Begleichung der Tagungskosten erfolgt nach Rechnungstellung. Die Rechnungsstellung erfolgt nach Anmeldeschluss. Kontakt: admin@skjp.ch


Zielpublikum

Die Veranstaltung richtet sich an Kinder- und Jugendpsycholog:innen, Schulpsycholog:innen, Fachpersonen aus Beratung und Therapie, schulische Fachpersonen sowie weitere Interessierte.

Einheiten nach Themenbereichen für den Fachtitel in Kinder- und Jugendpsychologie FSP: TB3: 2 E | TB4: 2 E 


Preise

SKJP-Mitglieder: 140 CHF | Nicht-Mitglieder: 160 CHF
Studierende im Grundstudium (mit Legi) erhalten 50% Ermässigung. 


Anfahrt

Ab Zürich HB mit Tram 6 oder 10 bis Haltestelle «ETH/Universitätsspital» oder ab Bellevue mit Tram 5 oder 9 bis Haltestelle «Kantonsschule».
Universität Zürich, Zentrum, Rämistrasse 71, 8006 Zürich


Organisation

Die Tagung wird mit den Kooperationspartnern der SKJP durchgeführt: der Universität Basel, der Universität Zürich und der Erziehungsberatung Bern. Die Tagung ist ein wichtiger Beitrag zur Vernetzung, Positionierung und Stärkung der Kinder- und Jugendpsychologie Schweiz. 

Irina Kammerer (Uni ZH), Ina Blanc (Uni BS), Daniela Bleisch (EB Bern), Andrea Schwald & Martin Uhr (SKJP).



Anmeldung Kooperationstagung 2026

 2. Kooperationstagung  in Zürich 
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